12. April 2016

Let's talk about Books: Die Sache mit den Rezensionen oder: Wie ich die Perspektive wechselte.


Hey zusammen =)
Heute geb ich mal wieder ein bisschen meinen Senf zu einem Buchthema dazu. Und zwar, womit wir Buchblogger uns alle auseinandersetzten: Den Rezensionen.
Und nein ich will nicht das leidliche Thema von wegen Rezensionsexemplaren, gekauften Rezensionen oder ähnliches durchkauen, sondern die Rezensionen nicht aus der Sicht uns Blogger, sondern aus der Sicht der Leser betrachten. Denn im Endeffekt geht es doch um sie. Wir schreiben die Rezensionen ja nichta us purer Lust an der Freude, sondern weil wir unseren leser etwas vermitteln wollen. Sei es eine Empfehlung oder angebrachte Kritik.

Daher bin ich selbst in die Rolle des Lesers geschlüpft und habe mal über mein eigenes Rezension-Leseverhalten nach gedacht.
Wann lese ich Rezensionen und wie oft? Worauf achte ich, und von welchen Büchern lese ich die Rezensionen?
Ich dachte mir, mit den Antworten auf diese Fragen, könnte ich auch meine eigenen Rezensionen verbessern.

Nach ein paar Minuten überlegen, muss ich ja ehrlicherweise sagen, dass ich kaum Rezensionen von Büchern lese, ich ich selbst noch nicht gelesen habe, die aber auf meinem Wunschzettel stehen. Ich weiß nicht, klar versuchen alle es zu vermeiden, aber ich hab immer ein bisschen Angst mich doch zu spoilern, und wenn es nur von der Meinung ist. Ich möchte an jedes Buch so unvoreingenommen wie möglich herangehen.
Manchmal kann ich mich jedoch nicht entscheiden, will ich das Buch jetzt wirklich lesen oder nicht? Dann schaue ich mir oft Rezensionen an, lese aber nur das Fazit, um zu wissen ob es sich lohnt oder nicht. Und weil ich eben so bin und momentan auch mein einziger Vergleichswert bin, versuche ich auch in meinen eigenen Rezensionen, das Fazit so zu verfassen, dass man gleich ne Antwort hat: Lohnt es sich? Wenn ja für wen, wenn nicht, warum?Häufig lese, bez. überfliege ich auch die ein oder andere Rezenssion von Büchern, die ich noch nicht kenne. Aber auch hier nur einen Teil.

Wenn ich mich dann mal für ein Buch entschieden habe, lese ich munter drauf los. Und dann, meist so nach den ersten 30-50 Seiten höre ich urplötzlich auf und lese erstmal Rezensionen *lach. Ich weiß nicht ich habe immer so ein Bedürfnis meine ersten Eindrücke zu vergleichen.
Auch wenn ich einen neuen Blog entdecke und mir den Reziindex anschaue sind, es zumeist Bücher, die ich selbst schon gelesen habe, deren Rezension ich mir zuerst anschaue. Mir macht es einfach unglaublich viel Spaß meine eigenen Auffassungen von Büchern mit denen von anderen Bloggern zu vergleichen. Man merkt doch immer wieder, wie unterschiedlich manche Bücher ankommen =)

Ihr seht also, ich bin weniger der Typ der Rezensionen liest um sich neue Büchertipps zu holen, sondern eher um meine Meinung zu vergleichen. Vielleicht spiegelt sich das auch in meinen eigenen Rezensionen wieder, die in der Regel. eher kürzer und auf den Gesamteindruck gerichtet sind. Aber ich denke wir  Buchblogger schreiben alle, wenn vielleicht auch nicht 100% bewusst, unsere Rezensionen mit den Schwerpunkten, auf die wir selbst den größten Wert legen. Der Eine macht eine sehr ausführliche Coverbewertung, der Andere achtet ganz genau auf den Schreibstil und ein Dritter nimmt die Charaktere ganz genau unter die Lupe.  Doch hin und wieder ist es auch mal ganz gut inne zu halten und nachzudenken: "Was will ich eigentlich mit meiner Rezension erreichen?" Immerhin schreiben wir sie ja nicht nur weil es auf den Blog sonst so leer aussieht *lach
Und welcher Rezensions-Lese-Typ seid ihr?



Kommentare:

  1. Gute Idee, da mal drüber nachzudenken. Ich schreibe immer einfach drauflos, weil ich meine Meinung einfach loswerden möchte, habe aber noch nie darüber nachgedacht, ob ich persönlich zum Beispiel aus dem Fazit direkt mitnehmen würde, was ich wissen will, wenn ich eine Rezension lese. Natürlich soll das nicht aussagelos sein, aber das aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten, ist schon interessant.
    Ich lese auch selten komplette Rezensionen zu Büchern, die ich noch nicht kenne. Wenn ich nicht sicher bin, ob ich ein Buch lesen möchte, lese ich genau wie du meistens nur das Fazit. Ich bin nämlich jemand, der sich von anderen Rezensionen richtig beeinflussen lässt und wenn lese, dass bestimmte Dinge am Buch nicht gut waren, ist es wahrscheinlich, dass mir das gleiche dann beim Lesen auffällt und mir ebenfalls nicht gefällt. Selbst wenn ich ein Buch schon gelesen habe und dann zum Vergleich fremde Rezensionen lese (was ich auch echt gerne mache), kam es schon vor, dass meine Meinung sich im Nachhinein zum negativen verändert hat, weil ich auf Punkte aufmerksam gemacht wurde, die mir noch gar nicht so bewusst waren. Deshalb vermeide ich Rezensionen zu Büchern, die ich unbedingt noch lesen möchte, normalerweise auch. Außer es fällt eine komplett aus dem Rahmen und jemand fand das Buch grauenhaft, da möchte ich dann doch wissen, woran es lag.

    Liebe Grüße!

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  2. Huhu,
    du schreibst da wirklich etwas sehr interessantes, denn darüber habe ich mir schon sehr oft den Kopf zerbrochen.

    Ich lese selbst viele Rezensionen. Besonders, wenn mich Bücher wirklich interessieren. Auch wenn ich sie selbst nicht gerade in dem Moment lesen möchte. Aber meistens lese ich mir dann nur das Fazit durch. Ich selber habe nämlich keine Lust, jeden noch so kleinsten Fitzel darüber zu lesen, ob da Schreibfehler im Buch sind. Jetzt mal überspitzt zu sagen.
    Ausserdem habe ich immer Angst davor gespoilert zu werden... Doofe Angewohntheit. :D

    Aber deswegen halte ich meine eigenen Rezensionen kurz. Ich schreibe zu allem, was mir einfällt etwas, aber nehme es nicht komplett auseinander.
    Ich habe mir angewöhnt meine Rezensionen so zu schreiben, wie ich sie selbst auch lesen würde. Kurz und knackig. Und mit allen Infos, die mich selbst interessieren. :D

    Aber ich glaube, die perfekten Rezensionen gibt es nicht. Jeder schreibt halt, wie er möchte und so soll es auch sein. Deswegen finde ich es wichtig, dass du deinen eigenen Weg gehst. Schreib deine Rezensionen wie du möchtest und nicht, was andere von dir lesen wollen. ;)

    Ganz liebe Grüße
    Steffi

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  3. Interessantes Thema :=) Ich selbst liebe es Rezensionen zu schreiben, ich würde am liebsten immer einen ganzen Roman schreiben. Dabei schaffe ich es meist trotz langer Rezension spoilerfrei zu bleiben *uff*. Aber ich schreibe einfach gerne.

    PS: für deine graphischen Fähigkeiten würde ich töten >.<

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  4. Hey,
    ich bin da eher wie du. Ich lese vermehrt Rezensionen von Büchern die ich selber schon gelesen habe. Um zu schauen, was die Person anders oder ähnlich wahrgenommen hat, wie ich selber.
    Oder von Büchern wo ich mir nicht sicher bin, ob ich es unbedingt lesen möchte oder nicht. Da schaue ich mir auch viele Rezensionen an. Wenn ich ein Buch allerdings noch lesen möchte, vermeide ich Rezensionen von dem Buch zu lesen, damit ich mich nicht beeinflussen lasse. Also ich bin dir in dem Fall sehr ähnlich :-).

    Liebe Grüße,
    Vanessa

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  5. Nabend :)

    Ich muss gestehen, ich bin eher so die Leserin von Rezensionen zu Büchern die ich nicht mag. Oft kommt dabei eine Meinung raus, die sich ganz stark von der meinen Unterscheidet. Ich lese diese um mit neue Blickwinkel zu geben :) Selten lese ich Rezensionen zu Büchern die ich mag. Oftmals bin ich auch so gepolt, dass ich Rezis Lese, von Bücherreihen in der Hoffnung auf Spoiler :)
    Ich liebe es gespoilert zu werde! Es gibt, tatsächlich, nichts besseres für mich :) Daher suche ich oft nach Rezensionen, zu Büchern die zu Reihen gehören und mich daher in einer Art und Weise spoilern.
    Rezensionen dienen für mich als Verbreitung meiner Meinung, daher missbrauche ich sie manchmal auch, einfach meinen Frust auszulassen, was ich in diesem Fall nicht schlimm finde, da ich meistens darauf hinweise, was einen in der Rezension erwartet :)
    Ich erwarte daher meistens eine klare Aussage, etwas das mich beeinflussen soll ;) Ob es nun Positiv oder Negativ ist, ist mir da recht Lachs. Aber ich finde, in einer Rezension sollte niemand eingeschränkt sein und ehrlich mit den Lesern sein.
    Da durch wird es bei mir leider oft zum Fall, dass meine Rezensionen sehr lang werden :) Ich lese aber auch lieber längere Rezensionen. Da habe ich was davon und kann meine eigene Meinung oft besser überdenken :)

    Ich bin ein komischer Vogel, ich weiß ;)

    Cubey ♥

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  6. Hey,
    ich lese sehr viele Rezensionen, positive wie negative, da ich dadurch sehr viele Buchtipps für mich finde.
    Rezensionen von Büchern, die ich bereits kenne, lese ich sogar richtig gerne, weil mich die Meinungen anderer zu diesem Thema interessieren und ich zumindest bei diesen Büchern nicht Gefahr laufe, gespoilert zu werden.
    Denn genau da fängt bei mir der Unterschied an.
    Lese ich Rezensionen zu Büchern, die bereits auf meiner Wunschliste sind, halte ich mich oft nur ans Fazit.
    Auch wenn ich merke, dass Rezensionen für mich zu ausschweifend werden, zu intensiv besprochen sind, lese ich meist nur noch das Fazit und ob auf den Schreibstil eingegangen wird.
    Denn leider verraten mir diese richtig langen Rezensionen zu viele Details, weil sie eben sehr ausführlich sind.
    So versuche ich halt auch meine eigenen Rezensionen zu gestalten.
    Was erwarte ich als Leser?
    Zum Glück gibt es dank der vielen Blogs genügend Auswahl um die richtigen Rezensionen für sich als Leser zu finden. ;)
    Liebe Grüße,
    Ela

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  7. Hi :)

    Ich schreibe eher selten Rezensionen. Viel lieber lese ich sie um meine Wunschliste zu vergrößern oder zu bestätigen. Dabei kommt es bei mir darauf an, dass ich einiges über den Inhalt und den Schreibstil erfahre. Ich möchte mir ein eigenes Bild des Buches machen, deshalb finde ich eigene Meinungen zwar interessant, aber nicht unbedingt notwendig. Aber lesen tue ich sie trotzdem sehr gerne :)

    Mit Lieben Grüßen
    Emm

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  8. Vielen Dank an alle für eure ANtworten =)
    Ich seh schon, dass der Großteil es ählich handhabt wie ich. Interessant wäre auch mal die Meinung von jemanden zu lesen, der selbst kein Blog hat xD

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  9. Bei mir ist das ganz einfach. Habe ich das Buch noch nicht gelesen, wird es auch keine Rezension zu diesem Buch schaffen von mir beachtet zu werden :D Ein Punkt ist, dass ich natürlich Angst vor Spoilern habe. Ein anderer ist, dass ich einem Buch völlig unvoreingenommen gegenüber treten möchte. Denn mir ist es auch schon passiert, dass ich ein Buch gelesen habe und sich meine Meinung dann nach dem Lesen von Rezensionen zum Schlechteren verändert hat, weil dort Punkte angesprochen wurden, auf die ich vorher gar nicht geachtet habe. Trotzdem lese ich mir aber häufig, bevor ich meine eigene Rezension schreibe, die von anderen Leuten durch, um zu gucken, was für Punkte ihnen aufgefallen sind und was vielleicht wichtig zu erwähnen wäre. Dies tue ich hauptsächlich, weil ich mich als Bloggerin noch nicht richtig sicher fühle, da ich ja noch nicht lange dabei bin :) Bei meinen neueren Rezensionen versuche ich schon möglichst umfangreich zu zeigen, was mir gefallen und was mir nicht gefallen hat, da mir so ein kurzes endgültiges Fazit schwer fällt.

    Ganz liebe Grüße
    Jessica

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  10. Hallihallo,

    ja da smit den Rezi's ist halt immer so eine Sache. Wie Du schon schreibst, eine gute Rezi macht es eben aus, dass man nicht zu viel verrät und dem Leser freien Spielraum lässt sich eine eigene Meinung zu bilden. Leider ist das nicht so leicht und genau das eben die Kunst daran. Wenn ich mir bei einem Buch nicht sicher bin, ob ich es kaufen soll oder nicht, dann schaue ich auch, wie es bisher bewertet wurde. Wenn ein Buch durchweg schlechte Kritiken hat, dann ist die Wahrscheinlichkeit eines Kauf auch dementsprechend niedrig. Aber ich versuche dann auch meist nur das Fazit zu lesen, weil ich genau wie Du Angst habe, dass doch jemand zu viel verrät und mir den Spaß am Lesen nimmt.

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