8. Mai 2016

[Rezension] Johannes Cabal: Seelenfänger

http://www.randomhouse.de/Paperback/Johannes-Cabal.-Seelenfaenger/Jonathan-L.-Howard/e283604.rhd  http://www.thalia.de/shop/home/artikeldetails/johannes_cabal_seelenfaenger/jonathan_l_howard/ISBN3-442-46996-1/ID16331589.html 

 Der Weg in die Hölle ist nicht der angenehmste. Doch Johannes Cabal bleibt nichts anderes übrig, als ihn trotzdem anzutreten, wenn er seine Seele wiederhaben will. Er hatte sich an den Teufel verkauft, um Totenbeschwörer zu werden. Doch ohne Seele lebt es sich nur halb so gut, und daher steht Johannes wieder einmal in den heißen Hallen. Satan gibt allerdings nur ungern her, was er einmal besessen hat. Erst wenn Johannes 100 Seelen innerhalb eines Jahres rekrutieren kann, bekommt er seine eigene wieder … ein fairer Deal, oder?

Ein Jahr, 100 Seelen und ein Jahrmarkt der besonderen Art: ein Seelenfänger packt aus.



 Sieg für das deutsche Cover. Vond er Idee her, ist das Original zwar auch nicht schlecht, aber beid er Umsetzung, naja. Ich bin ja gerde bei Fantasyromanen ein Fan von illustrierten Cover, da ist man nicht an die Realität gebunden.Eein Photoshop Mantikor z.B sieht meist eher schlecht als recht aus. 
Auch wenn ich sagen muss, dass der Typ so gar nicht zu Cabals Beschreubung passt.

 
Erin Morgensterns „Der Nachtzirkus“ meets Tim Burton, so oder so ähnlich könnte wohl die Werbung auf einem Filmplakat lauten, sollte „Seelenfänger“ jemals verfilmt werden. Das wäre definitiv was für Tim Buton, denn dass Buch ist skurril, vermischt mit schwarzen Humor und dennoch mit etwas Düsternis und Melancholie. Leider konnte es mich nicht so ganz mitreißen und ich bin mir nicht mal ganz sicher warum.

An den Figuren liegt es schon mal nicht, denn die sind voller Charme und Persönlichkeit. Als ersten hätten wir natürlich Johannes Cabal. Ein steifer, ergebnisorientierter und ziemlich humorloser Mann. Das war er auch schon, bevor er seine Seele verkauft hatte. Ohne Seele lebt sich es aber leider nicht so gut. Daher fordert Cabal kurzerhand den Satan höchstpersönlich auf, sie wieder rauszurücken. Dass, der die aber nicht so leicht wieder hergeben möchte ist klar. Also einigt man sich auf eine Wette: Cabal hat ein Jahr Zeit 100 Seelen einen all inclusive Platz in der Hölle zu sichern. Schön bürokratisch mit Verträgen, versteht sich. Und als wäre das noch nicht schlimm genug, ist sein einziges Hilfsmittel ausgerechnet ein Jahrmarkt. Da ist es nur logisch, dass Cabal, der von Entertainment ungefähr so viel versteht wie ein Toast von Algebra etwas zusätzliche Hilfe benötigt. Die erhält er von seinem Bruder Horst, der im Gegensatz zu Cabal ein frohmütiger, geselliger Typ ist. Dazu reihen sich noch allerhand skurriles Personal, aus dem Blut des Satans erschaffen.Wie die beiden etwas beschränkten Zombies Dennis und Denzil oder Mr. Bones, der so heißt, weil Cabal aus versehen bei dessen Erschaffung das Fett vergessen hat. Insgesamt sorgt diese Mischung immer wieder für spritzige Dialoge voller Schlagfertigkeit.

Ich glaube der Punkt, der mir das zügige Lesen so schwer gemacht hat ist, dass es an manchen Stellen etwas zu skurril wird. Oft beginnt ein Kapitel völlig unverhofft aus einer fremden Sicht und ohne so rechten Zusammenhang zur Haupthandlung. Zwar werden sie irgendwann wieder dorthin hingeführt, aber bis dahin, war ich oft nur verwirrt, da ich einfach nicht wusste, was der Autor von mir wollte. Dementsprechend, gab es einige Passagen, die sich gezogen haben wir Kaugummi. Auch die Wendungen zum Ende hin, konnten mich dann leider nicht mehr so ganz hochreißen.

Seelenfänger ist definitiv mal was anderes. Allerdings war es mir an machen Stellen etwas zu verwirrend.



1 Kommentar:

  1. Hallo,

    das Buch liegt auch noch bei mir zu Hause. Schade, dass es dich nicht so begeistern konnte. Ich bin gespannt, wie ich es finden werde.

    Lieben Gruß
    Steffi

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