26. Mai 2016

[Rezension] Skin Das Lied der Kendra



http://www.randomhouse.de/Buch/Skin.-Das-Lied-der-Kendra/Ilka-Tampke/Penhaligon/e482361.rhd#buchInfo4  http://www.thalia.de/shop/home/artikeldetails/skin_das_lied_der_kendra/ilka_tampke/ISBN3-7645-3143-6/ID44254662.html  https://www.amazon.de/Skin-Das-Lied-Kendra-Roman/dp/3764531436?ie=UTF8&redirect=true&tag=verlagsgruppe-21 


Niemand weiß, woher sie kommt. Niemand weiß, zu wem sie gehört. Und doch ist sie ihrer aller Rettung.
Eine Tierhaut zu tragen bedeutet für den Stamm der Caer Cad alles: Sie steht für den Glauben der Menschen, für ihre Vorfahren, für ihr Land. Nur die vierzehnjährige Waise Ailia hat niemanden, der ihr eine Haut hätte vererben können, und ist damit eine Außenseiterin – bis sie durch eine geheimnisvolle Begegnung auf den Weg geführt wird, der ihr seit jeher vorherbestimmt ist. Sie soll zur Kendra werden, zur größten Wissenshüterin des alten Glaubens. Für Ailia beginnt eine Reise in eine ihr unbekannte Welt, wo sie nicht nur ihrer großen Liebe begegnet, sondern ihr Land auch vor einer großen Gefahr retten muss …

Hier haben wir ein wirklich wunderschönes deutsches Cover. Angefangen von den Fischen (die auch mit der Handlung was zu tun haben) bis hin zu dem Wasserhintergrund, eine tolle Gestaltung. Auch das Original greift die Fische auf und die Gestaltung erinnert an Runden, passend also zum Thema. Allerdings kommt es nicht an das deutsche heran, auch wenn es ebenfalls sehr schön ist.

 
Skin ist ein Buch, das muss man erst einmal sacken lassen. Von den neuen Büchern im April, es es wohl das umstrittenste in der Bloggerwelt. Ich versteh beide Seiten und treff mit meiner Meinung wohl irgendwo die Mitte.

Die erste große Überraschung gab es für mich als ich feststellte, dass das Buch in der realen Welt zu einem historischen Zeitpunkt spielt. Genauer gesagt in den 40er Jahren der ersten Jahrhunderts. Eine Zeit, dir vor allem für Roms Eroberungsfeldzug in Britannien bekannt ist. Auch der Stamm von Ailia sieht sich diesem gewaltigen Feind gegenüber.
Doch zurück zum Anfang. Auf den ersten Seiten des Buches lernen wir Ailias Leben als Hautlose und die Gepflogenheiten des Stammes kennen. Manche Begriffe, sind zwar zunächst verwirrend, dank den Zitaten zu Beginn jedes Kapitels und Ailias Randbemerkungen, klären sich diese glücklicherweise schnell auf. Ailia selbst erschien mir zu Beginn als eine starke, vernünftige Protagonisten und reifer, als es ihre jungen 14 Jahre vermuten lassen würden. Auch den Stamm selbst mit seinen Riten und Glauben fand ich sehr interessant. Daher flogen die ersten 100 Seiten dahin.

Leider verpasst das Buch den Punkt, an dem die Handlung schneller hätte vorangetrieben werden müssen, und verliert sich an manchen Stellen in Eintönigkeit, weswegen der Lesefluss bei mir zunehmend zäher wurde. Ailias Charakterentwicklung tat dann sein übriges. Ich konnte ja noch gut
damit Leben, dass sie auf gefühlt jeder zweiten Seite betont, dass sie keine Haut hat, dieses Gehader bei jeder winzigen Entscheidung, jedoch zerrte an meinen Nerven. Ailias Gedankenwelt ist ein ewiges hin und her und am Ende kommen dabei manchmal die seltsamsten Entscheidungen heraus: z.B „ignoriert sie es mehrere Tage hintereinander einem sterbenskranken Mann lebenswichtige Medizin zu bringen, um stattdessen lieber mit ihrem Herzblatt zu planschen.

Die Sache mit den Männer ist auch so eine Sache. Zwei Männer buhlen um ihre Gunst und auch wenn für Ailia sehr schnell klar ist, wem ihr Herz gehört, lässt sie es sich nicht nehmen auch mit dem anderen ins Bett zu hüpfen. Allgemein hat sie für eine 14 jährige ziemlich oft Sex. Das war zwar in meinen Augen nicht so schlimm, im Anbetracht ihrer Kultur und der Zeit. Die Sexszene mit dem Fisch, war dann aber doch ziemlich befremdlich.

Das Ende fand ich dann wieder wirklich gut, da es kein 0815 Ende war und zeigt was das eigene Handeln für Konsequenzen haben kann. Einige Fragen blieben noch offen, daher spekuliere ich auf eine Fortsetzung. Andernfalls wäre es schade um diese Fragen.

Dieses Buch ist auf alle Fälle mal was anderes und diese Eigentümlichkeit kann begeistern oder befremden. Das muss jeder selbst heraus finden. Ich fand es ehrlich gesagt aber hauptsächlich zäh und konnte die Handlungsweisen der Protagonistin oft nicht nachvollziehen.






Kommentare:

  1. Hey

    Stöber gerade mal auf deinem schönen Blog herum und dabei habe ich gesehen das auch du zu Skin eine Rezi geschrieben hast. Ich kann dir in vielen Punkten zustimmen, vor allem die Szene mit dem Fisch hat mich verwirrt zurückgelassen. Musste die Seite echt zweimal lesen um zu begreifen was da gerade steht :)

    Liebe Grüße Seda, soleylovebooks

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  2. Habe ich ganz genau so gesehen. Der Anfang liest sich echt flott weg, aber für mich war das Gute raus, als sie die andere Frau so hängenlässt, obwohl diese nur Nahrung und Obdach sucht. Alles danach war so wischiwaschi.

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    1. Eigendlich schon, als sie die Medizin vergisst zu bringen um ihrem Liebsten zu treffen.

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