21. Februar 2017

[Rezension] Empire of Storms: Pakt der Diebe - Jon Skovron



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(Verlagstext)
 Hope ist noch ein Mädchen, als ihr Dorf von den Magiern des Kaisers angegriffen und dem Erdboden gleich gemacht wird. Sie allein überlebt und findet in einem Kloster nicht nur Unterschlupf, sondern wird dort auch von den Kriegermönchen in den Kampfkünsten unterwiesen. Red ist ein Straßenjunge, der in den finsteren und überfüllten Gassen New Lavens zum besten Taschendieb heranwächst, den das Imperium je gesehen hat. Jahre vergehen – doch als Hope und Red einander auf schicksalhafte Weise begegnen, schließen sie einen Pakt, der die Zeit der Ungerechtigkeit beenden wird …



 
Punkt für das Originalcover. Beim deutschem Cover gefällt mir zwar die Schrift und die Farbgebung gut (weswegen es mir auch ins Auge gestochen ist) aber der Rest ist eher meh. Die beiden Personen haben nur entfernt Ähnlichkeit mit Hope und Red und insgesamt wirkt das Cover eher langweilig auf mich, das hat dieses tolle Buch nicht verdient. Das Englische Cover wirkt da schon viel spannender und verheißungsvoller und die Personen wurden den Protagonisten recht genau nachempfunden.


Seit längerem endlich mal wieder ein Klapptext, der neugierig macht ohne zu viel zu verraten. Als ich ihn als wurde ich sofort neugierig auf Hope und Red. Besonders Hope sprach mich an, denn ich erhoffte mir mit ihr eine starke Heldin zu finden. Empire of Storms hat meine Erwartungen sogar übertroffen.

Wir befinden und im Imperium der Stürme. Ein facettenreiches Inselreich. Die junge Hope stammt von den südlichen Inseln, eine kalte und unwirtlicher Ort im Imperium. Hilflos muss sie mit ansehen wie ihr gesamtes Dorf von den gefürchteten Biomanten, Magier des Imperiums, ausgelöscht wird. Sie findet Zuflucht bei den Vinchen, ein strenger Orden von Kriegermönchen. Und obwohl es verboten ist ihre Kunst an Frauen zu lehren, erhält Hope von einem mitfühlenden Mönch die Ausbildung zur Kriegerin. Sie schwört Rache an den Mördern ihres Dorfes.
Auf der anderen Seite ist da Red. Als er unvermittelt verwaist muss er lernen auf den harten Straßen New Lavens klar zu kommen. In der Paradieskehre, dem Armenviertel der Stadt lernt er die unerschrockene Sadie kennen, die ihn lehrt mit List und Tücke auf den Straßen zu überleben.
Zwei Charaktere, wie sie unterschiedlicher nichts ein können, und doch führt das Schicksal sie zusammen.

Die Handlung beginnt ganz von vorne. Man lernt Charaktere Hope und Red und ihre Schicksalsschläge kennen. Die ersten 200 Seiten begleiten man die Beiden auf ihren Weg in das Erwachsen sein. Das klingt jetzt vielleicht langweilig, aber das war es überhaupt nicht. Im Gegenteil, dadurch wachsen einem die Charaktere noch viel enger ans Herz, da man haargenau weiß warum sie so sind wie sie sind. Warum sie so denken, fühlen und handeln. Außerdem ist der Werdegang der beiden wirklich interessant gestaltet. Allgemein ist das Tempo der Geschichte für Fantasyromane ungewöhnlich langsam, aber der Autor schafft es die Handlung dennoch spannend zu gestalten. Es fühlt sich nach dem genau richtigen Tempo an und zu mindestens bei mir kam zu keinem Punkt Langeweile auf.

In die Charaktere habe ich mich verliebt. Hope und Red sind beide wundervolle und starke Protagonisten und die Beziehung zwischen den beiden baut sich ebenfalls im passenden Tempo auf. Beide sind nicht frei von Fehlern, aber das macht sie menschlich und da man als Leser ihren Werdegang kennt fühlt man mit ihnen. Auch die Nebencharaktere konnten mich überzeugen. Sei es die „Gossenbraut“ Sadie, die temperamentvolle Nessel oder der treue Filler. Sie alle wirken sehr gut ausgearbeitet.
Genauso wie das Setting. Die Stadt und die Charaktere wirken lebendig. Besonders auch durch die ganz eigene Gossensprache (für die es glücklicherweise ein Glossar gibt). Es sind genügend Ausdrücke dabei, um der Stadt ihren Flair zu verleihen, aber nicht zu viel, als dass es gezwungen wirken würde.

Das Ende hält dann einen kleinen Cliffhanger bereit. Glücklicherweise ist der aber nicht so gravierend, dass es einen ganz kirre macht. Aber verdammt neugierig, wie es weitergeht bin ich schon =).


Ein toller Fanatsyroman, der zwar ein ganz eigenes Tempo hat, dass vielleicht nicht jedem behagt, aber mit starken Charakteren und einer wundervoll ausgearbeiteten Welt zu überzeugen weiß.






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