27. April 2016

[Rezension] Kälte - Michael Northrop

Weitere Infos zum Buch:
 
ISBN: 978-3-7855-7428-7
Übersetzer/in: Ulrich Thiele
Ersterscheinung (D): 15.08.2012
Genre: Jugendbuch, Katastrophe, Jugendthriller



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(Verlagstext) 
Es schneit wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Scotty und seine Freunde Pete und Jason gehören zu den letzten sieben Schülern ihrer Highschool, die darauf warten, nach dem Unterricht abgeholt zu werden. Bald jedoch wird klar, dass niemand mehr kommen wird.
Anfangs scheint es noch gar keine so schlechte Sache zu sein, den Abend und schließlich die Nacht in der Schule verbringen zu müssen – immerhin sind die zwei süßen Mädchen Julie und Krista mit von der Partie. Doch als zuerst der Strom ausfällt, dann die Heizung, schließlich die Wasserleitungen einfrieren und der Schnee draußen immer höher steigt und sie in Dunkelheit hüllt, liegen die Nerven blank – und plötzlich geht es ums nackte Überleben.

Das deutsche Cover entspricht dem Original, deswegen gibt es keinen Vergleich. Mir gefällt es ganz gut. Es ist jetzt nicht der absolute Wahnsinn, aber es passt hervorragend zur Story und vermittelt auch schon gleich die frostige Stimmung. 


Kälte ist ein Buch, bei dem es einem auch bei steigenden Temperaturen eiskalt wird. Die Handlung ist schnell beschrieben: 7 Schüler werden in ihrer Schule eingeschneit. Das Buch ist aus der Sicht von Scotty geschrieben. Abgesehen von einem kleinen Vorwort geht es auch gleich mit dem Schneesturm los und es werden nicht noch drei und etliche Tage „Vorgeschichte“ beschrieben, was ich gut fand.  Man ist gleich mittendrin, vor allem da auch die Beschreibungen sehr gut sind. Die ganze Atmosphäre lässt einen sogar im Hochsommer vor Kälte bibbern und das ist für mich der große Pluspunkt dieses Buches.
Die Handlung hingegen, lässt für mich etwas zu wünschen übrig, denn während das Vorwort noch ziemlich erschreckend und dramatisch ist, ist der Großteil der eigentlichen Gefangenschaft in der Schule eher unspektakulär. Es wird zwar immer wieder erwähnt in welcher Gefahr sie sind und trotzdem bekam ich nicht dieses mietfiebern und bangen Gefühl. Ich denke das liegt vor allem daran, dass für die aufkommenden Probleme, die Lösungen viel zu schnell gefunden werden. "Wir haben Hunger, oh da ist ja die Cafeteria." "Mir ist kalt, hey im Spind ist noch ein Pullover." Zum Ende hin bessert sich das etwas und die Jugendlichen sehen sich dann auch ernsteren Problemen gegenüber, aber auch wenn sie die Lösung nicht finden, so richtig besorgt sind sie irgendwie auch nicht. Mir fehlt die Dramatik und der angekündigte Kampf ums Überleben.
Allgemein scheinen die Sieben sehr abgebrühten Teenager zu sein denn keiner verfällt in Panik. Sie sind etwas besorgt und ein paar Tränchen kullern, das war es dann auchs chon.  Das ist für mich ein wenig unrealistisch, aber zu verschmerzen. Denn auch wenn sie hin und wieder etwas seltsam reagieren, mochte ich doch die 7 grundlegend verschiedenen Charaktere. Einige sind zwar etwas stereotypisch, aber dennoch symphytisch. Wobei ich mir dennoch gewünscht hätte, etwas mehr über sie zu erfahren. Ausgerechnet derjenige, mit dem ich jedoch am wenigsten klar kam, war der Protagonist Scotty, denn bei ihm wurde mit diesem unrealistischen Verhalten doch  übertrieben. Während alle bibbern und zittern gelten seine Sorgen zum einem seinem Pickel, dessen Wachstum man über mehrere Kapitel mitverfolgen darf und zum anderen seinen Tagesboni in diversen Online Games, die er jetzt verpasst. Da frage ich mich schon ob da nicht sein Hirn eingefroren ist.
Im Endeffekt hatte ich das Buch dann überraschend schnell zu Ende gelesen, was jedoch weniger an der Handlung als an dem flüssigen, angenehm zu lesenden Schreibstil lag. Hin und wieder spricht Scott den Leser sogar direkt an. Sowas ist Geschmackssache, mir gefällt es sehr gut.
Einen fetten Punkt Abzug gibt es aber noch wegen dem Ende. Ich hasse es so auf dem Trockenen sitzen gelassen zu werden.  Da bleiben einige Fragen offen und man hat fast schon das Gefühl da würden einfach ein paar Seiten fehlen. (Ich hab extra zweimal nachgeschaut, tun sie nicht)


Ein sehr atmosphärisches Buch  mit ein paar Schwächen in der Handlung, aber durchaus lesenswert für zwischendurch.


 
 


Kommentare:

  1. Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.

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  2. Ich mag ja Bücher mit Winterthematik sehr gerne, aber das hier klingt sehr langweilig. Ich meine, es ist ein leeres Schulgebäude, wie viel kann da schon passieren?
    Und es klingt nach etwas, das man schon mehrfach gelesen hat...
    So berauschend scheint es ja auch echt nicht zu sein. Schade!

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