23. Oktober 2016

[Rezension] Meridian: Dunkle Umarmung - Amber Kizer

 
*Von der Autorin angekündigt waren vier Bände, der Vierte ist jedoch nie erschienen (und nach 5 Jahren seit dem 3. ist auch nicht davon auszugehen, dass er noch erscheinen wird). Im Deutschen wurden nur die ersten Beiden übersetzt.

Weitere Infos zum Buch:
 
ISBN: 978-3-426-28301-1
Übersetzer/in: Karin Dufner
Ersterscheinung (D): 05.10.2009
Genre: Jugendbuch, Romantasy



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Hinweis: Das Buch ist nur noch gebraucht erhältlich

https://www.amazon.de/Meridian-Dunkle-Umarmung-Amber-Kizer/dp/3426283018/ref=sr_1_8?s=books&ie=UTF8&qid=1533399178&sr=1-8&keywords=meridian

(Verlagstext)
»Mein Name ist Meridian. Ich gehöre leider nicht zu den Mädchen, die man gerne zu Geburtstagsfeiern einlädt – denn obwohl ich es ganz sicher nicht will, muss ich mein Leben mit dem Tod teilen. Ich bin eine Fenestra: Durch mich gelangen die Seelen der Verstorbenen in den Himmel. Aber davon wusste ich nichts, bis ich sechzehn Jahre alt wurde – und plötzlich in großer Gefahr schwebte …«

 
Sieg für das Deutsche Cover. Wirklich gravierend unterscheiden sie sich ja nicht voneinander. Das Konzept: Mädchen, Blumenschnörkel und Totenkopf ist bei Beiden gleich, das Gesamtbild gefällt mir beim deutschem Cover jedoch besser. Beim englischen Cover stechen die Blumen einfach zu sehr heraus und stören den Eindruck. Außerdem, was auf dem Bild nicht zu sehen ist: Die Blumen und Schnörkel sind beim deutschen Cover im Metallic Look und glänzen. Was mich dort jedoch stört: Dieser ständige Totenkopf. Es sieht aus als hätte sich da ein Kind mit ‘nem Stempel ausgetobt, weil es immer der Selbe ist.

 „Hm....“
Das war mein erster Gedanke, nachdem ich das Buch beendet hatte. Dieses eine Wort, mehr nicht. Und auch jetzt fällt es mir schwer einen konkreten Eindruck von diesem Buch zu bekommen.

Mit einem Wort: Fade
Fangen wir bei der Sprache an, denn die war ganz in Ordnung: locker, leicht, jugendlich eben. Das Buch lässt sich daher flüssig lesen, allerdings hätte ich mir bei den Dialogen etwas mehr Vielfalt gewünscht, waren sie doch sehr einfach und mit einigen Wortwiederholungen bestückt.
Die Dialoge sind jedoch nicht die Einzigen, denen etwas mehr Tiefgang gutgetan hätte. Auch die Charaktere wirken eher mau und irgendwie nichtssagend. Wenn man mich jetzt auffordern würde Meridian zu beschreiben: „Ähm ja sie ist eine Fenestra und mag Tierbabys und ähm ja.“ Viel mehr würde dabei wohl nicht herauskommen.
Dabei hatte der Charakter Potenzial richtig tiefgründig zu werden. Seit Meridian ein kleines Mädchen ist, sterben Tiere unter ihrer Nase weg, sie wacht täglich neben Kadaver auf und spielt zwangsweise Totengräberin im Garten! Man müsste doch annehmen, dass so etwas traumatisierend ist, aber bis auf ein paar Bemerkungen wie einsam es doch war, nicht normal zu sein, scheint sie das Ganze eigentlich ganz gut hinzunehmen. Nebenbeigesagt, ich finde den Namen Meridian ja auch furchtbar, da ich immer den Längengrad aus Geografie im Kopf hatte, aber das tut nichts zur Sache.

Neben Meridian haben wir dann noch ihre Tante, die sie in die Geheimnisse der Fenestra einweiht. Von ihr bekommt man, wie ich finde noch den besten Eindruck. Sie hält an ihrer Weltanschauung fest und akzeptiert ihr eigenes Schicksal, dennoch bringt sie selbst in den schwierigsten Situationen noch genügend Energie auf sich um ihre Nichte zu sorgen. Sie war mir zwar nicht unbedingt symphytisch, aber immerhin konnte ich sie noch am besten einschätzen.

Der dritte im Bunde ist natürlich der Love Interest: Tens (Wieder ein komischer Name). Aus ihm wurde ich überhaupt nicht schlau. Erst scheint er Meridian regelrecht zu hassen und Bumm auf einmal trottet er ihr brav wie ein Labrador hinterher. Allgemein scheint der Gute unter Stimmungsschwankungen zu leiden.
Die sich daraus ergebene Lovestory ist genauso verwirrend. Die ersten 2 Seiten überlegt sich Meridian noch ob sie Tens nun liebt und auf einmal sind sie quasi zusammen.
"Hä ? Moment mal ? Hab ich was verpasst?"
Kein längeres Gespräch, nicht mal einen Kitschdialog oder eine besondere Tat oder IRGENDWAS.
Einfach puff.

Die Handlung selbst hingegen dümpelt vor sich hin. Meridian flieht ahnungslos und landet bei ihrer Tante, dort wird sie mehr oder weniger in das Leben einer Fenestra eingeweiht und ja, das war’s im Grunde genommen auch schon. Hinzu kommt, dass sich ständig Sachen wiederholen. Vor allem die Tante wird nicht müde, dieselben Lektionen immer wieder runterzurattern. Zum Ende hin wird es vergleichsweise spannender, aber auch hier hatte ich das Gewühl viel Gerede um nichts zu lesen und was wirklich wichtig wäre, wird anscheinend vorausgesetzt.

Kann man lesen, muss man aber nicht. Das Buch ist ziemlich fade und nichtssagend und besonders im Hinblick darauf, dass die Reihe nie abgeschlossen sein wird, würde ich eher abraten.

Kitsune Books              


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