10. Februar 2017

[Rezension] Die Feenjägerin - Elizabeth May




https://www.randomhouse.de/Paperback/Die-Feenjaegerin/Elizabeth-May/Heyne/e462671.rhd#info  http://www.thalia.de/shop/home/artikeldetails/die_feenjaegerin/elizabeth_may/ISBN3-453-31609-6/ID39188750.html  https://www.amazon.de/Die-Feenj%C3%A4gerin-Roman-Elizabeth-May/dp/3453316096/ref=sr_1_1?s=books&ie=UTF8&qid=1478430297&sr=1-1&keywords=die+feenj%C3%A4gerin 

(Klapptext)
Schön, talentiert und tödlich – Aileana Kameron hat nur ein Ziel: die Feen, die ihre Mutter getötet haben, zur Strecke zu bringen

Ballsaison im Edinburgh des Jahres 1844: Jeden Abend verschwindet die junge und bildschöne Aileana Kameron für ein paar Stunden vom Tanzparkett. Die bessere Gesellschaft zerreißt sich natürlich das Maul über sie, aber niemand ahnt, was die Tochter eines reichen Marquis während ihrer Abwesenheit wirklich tut: Nacht für Nacht jagt sie mithilfe des mysteriösen Kiaran die Kreaturen, die vor einem Jahr ihre Mutter getötet haben – die Feen. Doch deren Welt ist dunkel und tückisch, und schon bald gerät Aileana selbst in tödliche Gefahr ... 

 
Das Prinzip ist bei beiden das Selbe: Das Cover zeigt Aileana mit ihren roten wilden Haaren und Sommersprossen, die eine Waffe in der Hand hält (zwar benutzt sie lieber Armbrust und Pistole aber nun gut). Diesmal gibt es mal wieder ein unentschieden, denn ich finde beide wunderschön.



Die Feenjägerin hat es mir am Anfang nicht gerade leicht gemacht. Man begleitet Aileana direkt auf ihrer nicht ganz freiwilligen Feenjagd während eines Balls. Es folgt ein Kampf auf Leben und Tod. Bei so viel Action auf den ersten Seiten möchte man meinen, dass ich gleich mitgerissen wurde. Nun ja, nicht wirklich. Ich denke das Problem ist Aileana selbst. Sie ist voll von Rachegedanken, Mordgelüsten und lebt nur für das Gemetzel. Das hat es mir schwierig gemacht Zugang zu ihr zu finden. Ich sah als Leser dabei zu, wie sie die Fee abschlachtet und sich an deren Kraft ergötzt, um der Trauer, Wut und Leere in ihr zu entkommen, konnte aber nicht mit ihr fühlen. Für mich war sie zunächst nur ein wütendes, tobendes , zerrissenes Ding dass auf alles was mit F anfängt und mit ee aufhört eindrescht.

Es wurde besser mit ihr, als man ihre Begleiter und Freunde kennen lernt. Da haben wir den unglaublich knuddeligen Derrick, eine winzige Fee die in Aileanas Ankleidezimmer wohnt, von Honig betrunken wird und ständig zetert, am liebsten gegen Fee Nummer 2 in Aileanas Leben: ihren Mentor und Angehöriger der stärksten Feenrasse, Kiaran. Mit Kiaran liegt sie sich zunächst vorzugsweise in den Haaren, er wird ihr jedoch immer wichtiger.
Im Umgang mit ihren Freunden wird deutlich das Aileana doch eine offene und liebenswürdige Seite hat. Zwar wird das alles wieder wie per Knopfdruck abgeschalten wenn sie auf eine bösartige Fee trifft, aber es hat meine Sympathie soweit gesteigert, dass ich auch Lust hatte weiter zu lesen. Diese extreme Zerrissenheit und Wut konnte ich aber trotz des Todes ihrer Mutter, bis zum Ende hin nicht nachvollziehen und es erschien mir nicht ganz glaubwürdig.

Die Handlung selbst ist sehr actiongeladen. Fans von Kampfszenen und allerhand technischen Spielzeugen dürften hier voll auf ihre Kosten kommen. Denn das Setting spielt zwar in Schottland im 19. Jahrhundert, wird aber durch allerhand Steampunk-Elementen wie Luftkutschen, automatischen Teespendern oder Schallkanonen ergänzt. Dieser Steampunk Anteil irritierte mich erst, da ich ihn nicht erwartet hatte, doch er fügt sich gut in die Story ein.
Auch ein kleiner Romance Anteil ist in dem Buch vertreten. Glücklicherweise steht er nicht im Vordergrund, sondern läuft nebenbei über die ganze Handlung verteilt ab. Etwas anderes hätte auch zu Aileana und ihrer Geschichte nicht gepasst.

Während sich also unsere Killerlady durch die Handlung metzelt ist es nicht weiter verwunderlich, dass auch das Ende eine riesen Schlacht beinhaltet und ärgerlicherweise mit einem verdammt großen Cliffhanger versehen wurde. Es wirkt etwas abgeschnitten, selbst wenn die Autorin uns zappeln lassen will, ein zwei Seiten hätten dem ganzen gut getan, ich dachte schon bei mir fehlt eine Seite.

 
Ein solider Auftakt einer Reihe, mit ein paar Schwächen, die aber vielleicht im Folgeband getilgt werden. Ich denke es lohnt sich die Reihe weiter zu verfolgen.

 




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