15. September 2017

[Rezension] Die Magie der Lüge - Nicole Gozdek

 
 (Folgene Links kennzeichne ich Gemäß § 2 Nr. 5 TMG als Werbung)
https://www.piper.de/buecher/die-magie-der-luege-isbn-978-3-492-70438-0  https://www.thalia.de/shop/home/artikeldetails/die_magie_der_luege/nicole_gozdek/ISBN3-492-70438-7/ID62033732.html  https://www.amazon.de/gp/product/3492704387/ref=as_li_qf_sp_asin_il_tl?ie=UTF8&tag=sognatrice-21&camp=1638&creative=6742&linkCode=as2&creativeASIN=3492704387&linkId=1969758f67fbcf631e4ac4d2c2213d8e
(Verlagstext: Achtung, 2. Band SPOILER möglich )

Stell dir vor, ein Zauber stiehlt dir deine Vergangenheit ...
Anderta Passario führt ein Doppelleben. Tagsüber ist sie eine harmlose Wahrsagerin, nachts eine gerissene Diebin. Sie ist glücklich. Doch eines Tages verändert ein Zauber die Wirklichkeit und Anderta scheint die Einzige zu sein, die sich an ihre Vergangenheit erinnert. War ihr ganzes Leben nur eine Lüge? Anderta ist wild entschlossen, ihr altes Leben mit allen Mitteln von dem schuldigen Magier zurückzufordern: Tirasan Passario. Dieser ahnt zwar nichts von Andertas Plänen, aber auch ihn schmerzt der Verlust seiner Vergangenheit. Gerade die Beziehung zu seinem Freund Rustan ist komplizierter denn je, denn Tirasan weiß genau, was dieser heimlich für ihn empfindet – nur hat Rustan sein Liebesgeständnis von einst vergessen. Dabei war Tir ihm noch eine Antwort schuldig! Doch sowohl Anderta als auch Tirasan müssen feststellen, dass es nichts bringt, der Vergangenheit nachzutrauern, wenn man die Gefahren der Gegenwart nicht erkennt.


Vom Stil her ist der 2. Band ähnlich gestaltet wie sein Vorgänger. Die Namen einzelner Protagonisten und Personen schlingen und ranken sich um das Cover wie ein Strudel aus Wörtern und es gefällt mir noch immer so gut wie beim ersten Band. Und wo ist bei Ebendiesem die ,nach meinem Geschmack, nicht besonders hübsche Farbe kritisiert hatte, finde ich dieses Gold-Orange diesmal umso schöner. Es wirkt ein bisschen wie eine Kupfer- oder Bronzeplatte, die strahlt und leuchtet und schreit: Lies mich!

(Achtung: Dies ist eine Rezension zu einer Reihenfortsetzung. Ich versuche Spoiler zu vermeiden, kann aber nicht garantieren, dass es mir vollständig gelingt.)

Die Magie der Namen war im Mai mein Monatshighlight. Daher konnte ich es kaum erwarten den Folgeband zu lesen. Doch mit Fortsetzungen toller Auftakte ist es immer so eine Sache. Können sie die Reihe erfolgreich weiterführen? Sind sie ein würdiger Nachfolger? Fragen über Fragen und im Falle von die Magie der Lüge auch nicht ganz so leicht zu beantworten.

Tirasans rebellische Schwester betritt die Bühne

Das Buch beginnt zeitlich ein paar Tage vor dem Ende des ersten Bandes und setzt damit nicht nahtlos an diesem an, was aber nichts schlimm ist. Man hat Zeit in diese ersten Tagen Anderta Passario und ihr bisheriges Leben kennen zu lernen. Dabei stellt sich schnell heraus: Anderta ist nicht immer eine einfache Protagonistin. Sie kann zynisch, verschlagen, egoistisch und mitleidslos sein. Trotzdem konnte ich mich von Anfang an mit ihr als Protagonistin anfreunden. Vielleicht weil zwischen den Zeilen schon zu erahnen ist, dass in Anderta mehr steckt und m Verlauf der Handlung macht sie dann auch eine positive Entwicklung durch.

Ab der Mitte des Buches gibt es dann endlich auch ein Wiedersehen mit alten Bekannten. Was mir besonders gut gefallen hat ist der Ausbau der Beziehung zwischen Tirasan und Rustan. Ich finde es auch sehr gut gelungen dass wir hier eine Geschichte haben mit einer homosexuellen Beziehung, ohne dass auch nur irgendein Wirbel darum gemacht wird. Niemand hält es für nötig zu versichern, dass er oder sie kein Problem mit Homosexuellen hätte. Es ist einfach nicht nötig. Die Liebe zwischen zwei Männer ist hier das Normalste der Welt, ohne dass darauf extra hingewiesen werden müsste und das finde ich großartig.

 Ein Funke hat gefehlt

Was mir im Vergleich zum Vorgänger gefehlt hat, war der letzte Pepp in der Handlung. An der ein oder anderen Stelle hätte das Tempo etwas angezogene werden können und die Auflösung am Ende war mir ein wenig zu glatt. Da hätte man noch mehr raus holen können.

Der Schreibstil ist wieder sehr jugendlich und frisch und sehr angenehm zu lesen. An manchen Stellen vielleicht etwas zu jugendlich für eine mittelalterlich anmutende Welt. So hätte ich persönlich auf Kraftausdrücke wie Scheiße, die eher der modernen Sprache entsprechen, verzichten können. Sie passen nicht so ganz ins Setting.

Ein Pluspunkt am Ende noch dafür, dass die Karte dem Handlungsort angepasst wurde und es auch wieder ein Personen und Dynastieglossar gibt.

Alles in Allem haben wir hier ein gelungene Fortsetzung mit interessanten Charakterentwicklungen und einen erfrischenden Umgang mit Homosexualität, der spannungsmäßig aber nicht ganz mit dem Vorgänger mithalten konnte.


https://www.piper.de/ 


Fuchsias Weltenecho: 5/5            
Bücherfantasie: 4/5                        
365 Seiten: 4/5                                



Kommentare:

  1. Hallo du! ♥
    Ich veranstalte diesen Samstag eine Lesenacht und es würde mich wirklich sehr, sehr freuen wenn du dabei sein würdest! ♥

    Lesen bis Drachen Feuer speien

    Alles Liebe,
    Ines ♥

    AntwortenLöschen
  2. Huhu :)
    Sehr schön, dass andere verstehen, was mit dem "kleinen Anhängsel" gemeint war, wollte da nur ungern spoilern. :D
    Ich kann dir auch nur zustimmen, das gewisse Etwas fehlte einfach, um mich so zu begeistern wie beim ersten Band. Wobei ich da auch die Charaktere besser fand. Anderta und Co waren zwar nicht schlecht, aber haben mich auch nicht umgehauen.
    Das die Beziehung zwischen Tirasan und Rustan so problemlos angenommen wird hat mir auch super gefallen! Sollte öfters so sein.

    Liebe Grüße
    Denise :)

    AntwortenLöschen

Wichtig!
Mit der Nutzung dieser Kommentarfunktion erklärst du dich mit der Speicherung und Verarbeitung deiner Daten durch diese Website einverstanden. (Mehr Informationen unter der Seite "Datenschutzerklärung")