4. Oktober 2017

[Rezension] Scherben der Dunkelheit - Gesa Schwartz


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(Verlagstext)
Die sechzehnjährige Anouk verbringt die Ferien in einem kleinen Dorf in der Bretagne. Kurz nach ihrer Ankunft gastiert der Dark Circus in der Nähe: ein geheimnisvoller Zirkus, der im Dorf für seine düsteren und besonderen Vorstellungen bekannt ist. Auch Anouk gerät schnell in seinen Bann und damit in einen Kosmos, den sie kaum für möglich hielt: Eine magische Welt öffnet sich vor ihr, in der sie den mysteriösen Zauberer Rhasgar kennenlernt. Doch der Dark Circus birgt mehr, als Anouk ahnt. Bald schon schwebt sie in tödlicher Gefahr und weiß nicht mehr, wem sie trauen kann. Denn es gibt keine Regeln im Dark Circus bis auf eine: Nichts ist, wie es scheint ...



Das Cover hat mich gleich angesprochen und meine Aufmerksamkeit auf das Buch gezogen. Die dunklen Farben passen gut und alles wirkt stimmig und harmonisch. Auch das Model passt gut zu Anouk und die Pose nimmt Bezug zur Handlung, das gefällt mir auch sehr gut. Alles in allem kein herausragendes, aber ein sehr schönes Cover.


Ich liebe Fantasybücher die die Zirkuswelt aufgreifen, daher hat mich der Klapptext von diesem Buch sofort angesprochen. Und ein magisches Erlebnis ist dieses Buch ohne Frage, wenn auch leide nicht für mich.

In ihren Ferien in der Bretagne besucht Protagonistin Anouk den geheimnisvollen Dark Circus. Sofort schlägt sie die magische und einzigartige Vorstellung in ihren Bann. Die Artisten vollführen Kunststücke die nicht möglich sein sollten und überall liegt Magie in der Luft. Doch der Dark Circus heißt nicht umsonst so, denn hinter den funkelnden Lichtern wartet eine grausame Dunkelheit.

Gesa Schwarz entführt in diesem Einzelband in eine komplexe magische Zirkuswelt mit durchaus interessanten Charakteren. Besonders der „Phönix“ Arthus hatte es mir angetan, aber auch die Protagonistin und Rhasgar fand ich authentisch.
Sehr gut gefallen hat mir der Wechsel von der zunächst fröhlichen Zirkuswelt, hin zu einem Horrorzirkus und wieder zurück. Dieses Spiel mit der Atmosphäre ist sehr gut gelungen.
Auch die Handlung hatte viel Potenzial: Ein dunkler Fluch, ein gruseliger Clown und die ein oder andere überraschende Wendung versprechen eine spannende Unterhaltung.

Leider konnte ich das ganze Spektakel nicht wirklich genießen, da ich so überhaupt nicht mit dem Schreibstil klar kam. Ich bin mir ziemlich sicher, dass viele Leser den Stil toll finden werden, aber mir machte er das Leben schwer und wenn ich den Stil mit einem Wort beschreiben müsste: Überladen!
Das ganze Buch besteht aus einer Vielzahl von komplexen Schachtelsätze und Metaphern die mit jeder Seite abstruser und alberner wurden. Man müsste mal zählen wie oft die Wörter „als“ und „wie“ auftauchen, bestimmt im 4 stelligen Bereich, denn man liest gefühlt keine zwei Sätze ohne dass ein blumiger Vergleich kommt. Prinzipell habe ich kein Problem mit einer komplexeren Sprache, im Gegenteil: oft sind sie eine erfrischende Abwechslung zur seichten Jugendsprache, aber an vielen Stellen waren mir die Metaphern zu weit hergeholt. Die Figuren klingen wie diese Kalender: „365 inspirierende Sprüche für jeden Tag“ und wenn in einem Satz 5 ausschweifende Vergleiche und noch 3 Metaphern dazu beschrieben wurden, drifteten meine Gedanken einfach ab, sodass ich am Ende eines Absatzes gar nicht mehr wusste worum es überhaupt geht. Insgesamt wirkte der Stil auf mich sehr gezwungen.
Noch eine Sache am Rande: Mich hat die ständige Verwendung des Wortes Schmiss als Synonym für Kratzer/Schramme gestört. Der Schmiss entstammt nämlich dem Studentenjargon des 19. Jahrhunderts und wird auch nur in diesem Zusammenhang verwendet. 

Ich bin mir sicher, dass dieses Buch, dank der gelungenen Atmosphäre und interessanten Charakteren, vielen Fans der Zirkuswelt und düstere Fantasy sehr gefallen wird. Leider war der allzu blumige und ausschweifende Schreibstil so gar nicht meins, weswegen ich mich mehr als nur schwer mit dem Buch tat.


 



His & Her Books (Lizzy): 3/5



Kommentare:

  1. Ahoy Sandra,

    bei diesem Buch fiel mir die Wertung wirklich schwer... einerseits hat mich lange kein Buch mehr zu begeistern und in den Bann schlagen können, ich habe Regentropfen gespürt, die Magie der Farben erfahren und die entsetzlichen Grauen des Dark Circus erahnen können... Gleichzeitig war mir die Geschichte teilweise dann doch zu dramatisch...

    Letztendlich sind es bei mir 4/5 Ankern geworden - vergessen werde ich dieses atemberaubende Buch jedoch so schnell nicht!

    Schade, dass dich das Buch nicht so begeistern konnte, aber ich kann gut verstehen, dass der Schreibstil echt nicht jedermanns Sache ist ^^

    Liebste Grüße, Mary <3
    http://marys-buecherwelten.blogspot.de/2017/10/scherben-der-dunkelheit.html

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    1. Ja das ist wohl ein Stil, den man liebt oder hasst. Erinnerte mich sehr an das Mädchen mit den gläsernen Füßen. Auch da gibt es fast nur die, die es lieben udn die, die es gar nicht mochten xD

      Aber die Atmosphähre ist wirklich gut gelungen =)

      LG ♥

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