27. November 2017

Classic Time: Pu der Bär von Alan A. Milne

Hallo meine Lieben =)
Heute habe ich mal wieder eine Classic Time für euch.

Dieses Mal geht es in  die Welt der Kinderbuchklassiker mit:

Als ich klein war, gab es drei Arten von Geschichten die mich meine ganze Kindheit über begleitet haben und die ich vergöttert habe: Klassische Märchen, die Hörspiele rund um Neustadt (also Benjamin Blümchen, Bibi und co) und natürlich Disney. Winnie the Pooh war dabei einer meiner Lieblingsfilme und ich kann nicht sagen, wie oft ich „Die vielen Abenteuer von Winnie Puuh“ schon gesehen hatte. Einen Plüsch Puhh habe ich immer noch, weil ich es nicht übers. Herz gebracht habe ihn wegzugeben.

Bei all dieser Liebe zu Disney‘s kleinen Stoffbären hatte ich mir nie viel Gedanken um die Romanvorlage gemacht, bis ich sie auf einen Flohmarkt entdeckte. Und das führte dazu, dass ich nun hier sitze und diesen Classic Time Post verfasse, um in die Welt hinauszuschreien, dass man niemals zu alt für Pu der Bär ist!


Worum es in dem Buch „Pu der Bär“ geht, muss ich wohl kaum jemanden erklären, aber ich tu es trotzdem, denn manches ist vielleicht für diejenigen, die bisher nur den Disney Puuh kannten (so wie ich) ungewohnt. Zum Beispiel die Tatsache, dass der Autor hier auch als Erzähler fungiert und seinem Sohn Christopher Robin von den vielen Abenteuern erzählt, die er (Christopher Robin) zusammen mit Pu und seinen Freunden im Hundertsechzig-Morgen-Wald erlebt. Jedes Kapitel ist ein kleines eigenes Abenteuer und herzallerliebst sind sie alle.
 
Christopher Robin bester Freund ist natürlich Winnie-der-Pu. Der knuddelige Stoff Bär sagt über sich selbst er sei „Ein Bär von geringem Verstand“ und irgendwie stimmt das auch, wo er doch vieles gründlich überdenken muss und des Öfteren in ungünstige Situationen stolpert. Doch trotz, oder gerade, wegen dieser gemütlichen Art ist Pu eine Quelle für allerhand Lebensweisheiten, die in ihrer Einfachheit auch das erwachsene Herz berühren.
In der heutigen Hektik des Alltag sollten wir uns vielleicht öfter auf den
Knuddelbär und seine einfache und erfrischende Art die Dinge so zu nehmen, wie sie sind, besinnen.


 

Neben diesem philosophischen „Tiefgang“ ist Pu der Bär natürlich auch einfach lustig. Immer wieder gerät unser Lieblinsgbär in urkomische Situationen. Zum Beispiel, als er versucht als kleine schwarze Wolken den Bienen ihr Honig zu entlocken, oder so viel nascht, dass er in Kaninchens Vordertür stecken bleibt. Mit Pu gibt es immer etwas zu lachen und zwar nicht nur für die Kleinen, nein auch ich hatte meinen Spaß mit Pu.


Besonders amüsant sind dabei die etlichen kleinen Liedchen und Gedichte die Pu immer wieder reimt. Wenn er vor sich her summt kommen liebenswerte Reime wie dieser heraus:

»Singt Ho! der Bär soll leben!
Singt Ho! der Bär soll leben!
Es ist mir egal, ob Schnee oder Regen,
Meine Nase riecht Honig auf allen Wegen!
Es macht mir nichts aus, ob es schneit oder taut,
Denn ich hab mir die Pfoten mit Honig besaut!
Singt Ho! der Bär soll leben!
Singt Hu! leben soll Pu!
Er braucht einen kleinen Mundvoll ab und zu!«
Pu der Bär Alan A. Milne Dressler 1989 S.113

An dieser Stelle möchte ich auch jedem empfehlen, zu der Übersetzung von Harry Rowohlt zu greifen. Dieser schafft es meisterlich den Charme und die Leichtigkeit von Alan A. Milne‘s Stil ins Deutsche zu übertragen. Letztendlich kann ich nur jedem einzelnen ans Herz legen, diesen Kinderklassiker zu lesen und mit Pu dem Stress des Alltags für eine Weile zu entfliehen. Für mich war es eine wunderbare Reise mit alten Freunden, die ich auf eine ganz wunderbare, neue Art kennen lernen durfte.


Wusstest du, dass Pu eigentlich Eduard Bär heißt.? Aber er wollte einen aufregenderen Namen und bekam Winnie-der-Pu.


Den Namensteil Winnie hat Pu von einem echten Bären aus dem Londoner Zoo


Und als Letztes zum Namenssalat: Winnie Puuh = Disney Winnie-der-Pu = Original


Im Original ist es der Hundertsechzig-Morgen-Wald anstatt, des Hundert-Morgen-Wald von Disney


Kanga, Ruh und Tigger kommen erst später zu den Freunden dazu. Kanga und Ruh in Kapitel 7 und Tigger sogar erst im zweiten Band


Die Originalstofftiere von Christopher Robin Milne, die Vorbild für die Geschichte waren, existieren heute noch und sind in der New York Public Library zu bewundern:

Vor der Restauration

Nach der Restauration




Dass Pu der Bär in etlichen Sprachen übersetzt wurde, dürfte klar sein, aber weil ich es so gerne mag und es schon Tradition bei Classic Time hat, hier ein paar internationale Ausgaben. Wie man sehen kann, nutzen die meisten Cover die wunderschönen Illustrationen von E.H. Shepart:




Kommentare:

  1. Hallihallo :)

    Ein wirklich toller Beitrag 😍 Ich bin mit der Serie zu Winnie the Pooh aufgewachsen und habe wohl keine einzige Folge verpasst.

    Liebe Grüße,
    Lisa von Prettytigers Bücherregal (Blog & Facebook)

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    1. Danke =)
      Ich war als Kind auch der Riesen Puuh Fan =D

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