10. Juni 2018

[Rezension] Nemesis: Geliebter Feind - Anna Banks

Weitere Infos zum Buch:
 
ISBN: 978-3-570-31142-4
Übersetzer/in: Michaela Link
Ersterscheinung: 13.06.2017
Genre: Jugendbuch/Fantasy


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(Verlagstext)
Prinzessin Sepora ist auf der Flucht: Ihr Vater will sich mithilfe ihrer einzigartigen Gabe zum Herrscher über alle fünf Königreiche aufschwingen. Um das zu verhindern, taucht sie im verfeindeten Theoria unter, wo sie unfreiwillig als Dienerin am Königshof landet. Prompt verliebt sie sich in den jungen, smarten König Tarik – und steht schon bald vor einer folgenschweren Entscheidung: Ist sie bereit, ihren Gefühlen nachzugeben und Tarik die Wahrheit über ihre Herkunft zu verraten?

Wie ihr sehen könnt, habe ich dieses Mal drei Cover zum Vergleich. Das Linke ist das deutsche, ganz klar. In der Mitte haben wir das US HC Cover und rechts die TB Ausgabe. Am besten gefällt mir die amerikanische TB Ausgabe. Ich finde es klasse, wie verschiedene Dinge aus der Handlung wie Sepora und ihr Serpe Nuna in das Siegel eingearbeitet wurde und noch mehr liebe ich es, wie es wie Perlmutt aussieht. Zudem passt es zu dem antik gestalteten Weltenentwurf. Das Deutsche Cover ist auch ganz ok, ich mag die Helligkeit und Sepora ist ganz gut getroffen wenn auch ihre Harre eher als weißblond und nicht weiß beschrieben werden. Am Wenigsten mag ich das US HC Cover. Das Mädchen sieht zwar mit seiner Silberfarbe eindrucksvoll und einschüchternd aus und im Buch muss Sepora tatsächlich Silberfarbe tragen, trotzdem wirkt das Mädchen einfach nicht wie Sepora. Die Haare sind außerdem zu dunkel.

Interessante Charaktere in einer interessanten Welt
Die Welt von Nemesis ist in fünf Königreiche aufgeteilt. Sepora ist die Prinzessin von Serubel, einem grünen Königreich in den Bergen. Doch von dort muss sie fliehen und es verschlägt sie ins verfeindete Theoria, einem Wüstenland mit einer ägyptisch ähnelnden Kultur. Darüber hinaus haben wir noch ein Eiskönigreich, ein Küstenstaat und ein wildes von Wäldern und Natur beherrschtes Land. Die letzten drei spielen aber nur am Rand eine Rolle, was aber nicht weiter schlimm ist. Insgesamt bilden diese vier sehr unterschiedlichen Länder und natürlich insbesondere der Schauplatz Theoria eine spannende Kulisse mit viel Potenzial, die vor allem durch Kreativität punkten konnten. So gibt es z.B in Serubel geflügelte schlangen als Reittiere.
Das Einzige im Weltenentwurf, was etwas zu kurz kommt, ist die Sache mit dem Element Spektorium. Hier hätte ich mir gewünscht etwas ausführlicher zu erfahren, wie und wofür es genau eingesetzt wird.

Trotz dieses kleinen Makels fand ich die Welt ungemein faszinieren und bin froh, dass die Charaktere mit dieser Kulisse mithalten können. Sepora ist eine intelligente, temperamentvolle junge Frau, die zugegeben ziemlich misstrauisch ist. Sie überlegt bevor sie handelt, stellt Vermutungen an und ent- und verwirft Pläne, dabei hat sie aber trotzdem eine erfrischende und (zu mindestens für den Leser) ehrliche Art an sich. Und ihre gelegentlichen Wutausbrüche haben mich sehr unterhalten.
Tarik hingegen ist auf den ersten Blick stiller als Sepora. Er ist König wider Willen und kämpft mit seinen Pflichten. Dafür ist er aber herzensgut und treu und kümmert sich ernsthaft um das Schicksal seiner Untertanen. Zum Schutz seines Königreiches ist er auch bereit ein unnachgiebiger Herrscher zu sein. Beide habe ich sehr schnell in mein Herz geschlossen.

Wenn zwei Charaktere eine ganze Handlung tragen können
Wie ihr vielleicht bemerkt habt, habe ich nichts zu Nebencharakteren gesagt, denn davon tauchen nur wenige auf. Die Handlung wird zum größten Teil von Tarik und Sepora getragen, aber wisst ihr was? Das hat mich überhaupt nicht gestört, denn ich fand den Umgang, die Diskussionen und auch Streitigkeiten zwischen den beiden so unterhaltsam, dass ich zu keinem Zeitpunkt gelangweilt war. Ein bisschen hat es mich an Zorn und Morgenröte erinnert (Wenn auch dieses in den Dialogen noch etwas raffinierter war).
Dazu fand ich es schön, dass sich Sepora und Tarik nicht sofort ineinander verlieben und eigentlich auch bis zum Schluss sich ihrer Gefühle nicht hundert Prozent sicher sind bez. mit den Problemen zu kämpfen haben, die zwischen ihnen stehen.

Zum ende hin geht der Fokus ein bisschen mehr weg von der zwischenmenschlichen Beziehung der Beiden und die „Weltgeschehnisse“ holen die beiden ein, was einen zusätzlichen Spannungsfaktor einbringt und mich geradezu verrückt auf die Fortsetzung macht.


Nemesis: Geliebter Feind hat mich von der ersten bis zur letzten Seite an unterhalten können. Die Interaktionen zwischen Sepora und Tarik sind einfach klasse und unterhaltsam und die Beziehung der beiden hat ein angenehmes Tempo. Klare Empfehlung.

Mell loves Books: 5/5             
angeltearz liest: 5/5                
Traumbuchfänger: 5/5           

1 Kommentar:

  1. Hallöchen Liebes,

    vielen Dank für deine tolle Rezension!

    Das Buch habe ich leider noch ungelesen im Regal stehen, aber mich interessiert auch mega das Setting.
    Ich hoffe ja, dass ich es bald in die Hand nehmen kann.

    Liebe Grüße
    Charleen

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