13. Januar 2019

[Rezension] Die Todeskönigin - Sarah Beth Durst


Weitere Infos zum Buch:
 
ISBN: 978-3-7645-3200-0
Übersetzer/in: Michaela Link
Ersterscheinung (D): 26.11.2018
Genre: High Fantasy



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(Verlagstext, Achtung: Band 2: Spoilergefahr!)
Naelin weiß, was sie sich vom Leben wünscht: Familie, Kinder und ein ruhiges, glückliches Leben. Auf gar keinen Fall will sie Königin von Aratay werden. Sie scheut sowohl die Verantwortung als auch die damit verbundene Gefahr für ihr Leben und das Leben ihrer Kinder. Doch kann sie sich dieser Bürde entziehen, wenn ihre Weigerung jeden einzelnen Menschen in Aratay in tödliche Gefahr bringt? Denn in ihrem Land ist die Königin der einzige Schutz des gewöhnlichen Volks vor den Geistern, und Naelin ist die einzige mögliche Erbin der todgeweihten Königin Daleina. Wem gilt ihre größere Pflicht – ihren eigenen Kindern oder einem ganzen Volk …?

Wieder geht der Sieg an das deutsche Cover. zwar finde ich bei diesem zweiten band das original besser als das Original Cover des ersten Bandes, dennoch kommen sie für mich nicht and die deutschen Cover heran. Die Ästhetik ist wieder wunderschön und mit der einen hellen und der anderen dunkeln „verwesenden“ Seite nimmt es auf bildhafte Art und Weis auch Bezug zur Handlung.

Was habe ich mich auf diesen Band gefreut und habe ihn gleichzeitig gefürchtet. Da der Vorgänger mein Jahreshighlight 2017 war, wollte ich natürlich sehnlichst die Fortsetzung lesen. Auf der anderen Seite verheißt der Inhaltstext nichts Gutes für Daleina, die ich im ersten Band so liebgewonnen habe. Eine emotionale Achterbahn schien mir also gewiss.

Allem wohnt ein Geist inne. Und diese Geister wollen dich töten

Es war schön wieder in die Welt von Renthia bez. dem Königreich Aratay zurückzukehren. Auch wenn ich den ersten Band vor gut einem Jahr gelesen hatte, fand ich mich wieder sehr schnell in die Welt der mordlüsternden Elementargeister ein. Wie schon zuvor konnte mich Sarah Beth Durst mit einem eindringlichen und doch lockeren Schreibstil überzeugen. Die stets gefahrvolle Atmosphäre die von den Geistern ausgeht, die Wälder Aratays oder auch die Pracht des Palastes. All das schafft die Autorin hervorragend auf eine bildhafte und anschauliche Art und Weise zu vermitteln, ohne sich dabei in allzu verschnörkelten Beschreibungen zu verlieren.

Dieses Mal war die Handlung auch etwas strukturierter, man hatte mehr eine Vorstellung davon wohin das Ganze gehen würde. Mich persönlich hatte die etwas ungewissere Erzählweise aus dem Vorgänger überhaupt nicht gestört, aber ich weiß, dass ein paar Leser das nicht so mochten und die können sich jetzt freuen, dass die Handlung klarer und vom Tempo ehr auch zügiger erzählt wird.
Dabei büßt die Autorin zu meiner Freude jedoch nicht ihr Talent für Überraschungen ein. Im verlauf der Handlung muss ein Verbrechen aufgeklärt werden und auch wenn ich richtig lag in meiner Vermutung wer am Ende dahintersteckte, hatte ich denjenigen, der den Plan letztendlich ausführte so überhaupt nicht auf dem Schirm und wurde von der Aufdeckung des „Übeltäters“ genauso überrascht wie die Protagonisten. Ich liebe gute Überraschungen.


Bärenmutter

So sehr ich auch die Welt und Sarah Beth Dursts Schreibstil mochte, die erste Hälfte des Buches fiel mir leider doch nicht so leicht. Das lag in erster Linie an Naelin. Bei ihr streiten sich bei mir Herz und Verstand. Meine Vernunft sagt mir, dass sie ein hervorragend ausgearbeiteter Charakter ist und dass es eigentlich erfrischend sein sollte mal eine ältere Frau als Protagonistin zu haben, die bereits auf Erfahrung und Lebensweisheiten zurückblicken kann. Noch dazu ist sie willensstark und herzlich.

Und doch, was hat mich diese Frau frustriert. Diese ständige Angst und die mangelnde Bereitschaft über ihre eigene kleine Sphäre hinaus zu blicken kratzten arg an meine Nerven. Vielleicht bin ich zu jung um diese beständige Angst um ihre Kinder und die schon fast Gluckenhafte Übervorsicht zu verstehen, aber dennoch mochte ich diese pessimistische Grundeinstellung von Naelin nicht. Sie wagt nichts, traut sich nichts zu und sie sieht zwar die Verantwortung gegenüber ihren Kindern, aber über ihrer kleinen Welt hinaus interessiert sie nichts und fühlt sich auch nicht verantwortlich.
Glücklicherweise macht sie im Verlauf der Handlung eine Wandlung durch, weswegen ich das Buch ab der Hälfte wieder sehr mochte und die Seiten schnell dahin flogen, doch bis dahin war es eher ein frustrierendes Erlebnis, Daleinas Passagen mal ausgenommen.


Naelin und ich, wir brauchten eine ganze Weile um miteinander warm zu werden und auch wenn sie nicht meine Lieblingsprotagonistin wird ist sie dennoch ein gut und durchdacht ausgearbeiteter Charakter. Zusammen mit dem hervorragenden Schreibstil und einer spannenden Handlung kann ich nur weiterhin empfehlen diese Reihe zu lesen. Neugierig auf das Finale bin ich auf jeden Fall.


https://www.randomhouse.de/Verlag/Penhaligon/45000.rhd

Weltenwanderer: 4/5       
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