6. März 2019

[Rezension] Die Runenmeisterin - Torsten Fink

Weitere Infos zum Buch:
 
ISBN: 978-3-522-20256-5
Übersetzer/in: /
Ersterscheinung (D): 11.02.2019
Genre: Jugendbuch, Fantasy



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 (Verlagstext, aus Spoilergründen gekürzt)
Eher unfreiwillig landen die Zwillinge Ayrin und Baren beim kauzigen Runenmeister Maberic vom Hagedorn. Nun ziehen sie mit ihm durchs Land und erlernen die Magie der Runen. Ein Handwerk, das viel gefährlicher ist, als es den Anschein hat. Bald geraten die Zwillinge in ein Spiel finsterer Mächte, in dem Hexen, Drachen und die magische Urkraft selbst im Verborgenen ihre Fäden spinnen.


Das Cover viel mir sofort in die Augen. Es sieht richtig klasse aus. Der Titel wurde bewusst als Rune gestaltet, man hat also sofort einen Eindruck worum es geht. Und auch wenn die Farbgestaltung „nur“ aus blau und Bronze besteht, mag ich den Kontrast zwischen den beiden und das angedeutete „Leuchten“ Alle sin allem wirkt das Cover geheimnisvoll und verheißungsvoll und zog mich gleich an.

Torsten Fink ist ein Autor, der sich vor allem mit seine Schattenprinz Reihe in der deutschen Fantasywelt bereits einen Namen gemacht hat. Ich selbst als vor einigen Jahren den Einzelband „Tochter der schwarzen Stadt“ den ich auch ganz gut fand. Aus diesem Grund wurde ich gleich hellhörig als ich erfuhr, dass der Autor nun einen Fantasyroman für Jugendliche veröffentlicht und auch der Inhaltstext sprach mich sofort an. Leider lässt mich das Buch etwas zwiegespalten zurück.

Eine Menge Potenzial …

Eigentlich beginnt alle ganz wunderbar. Nach einem geheimnisvollen und Neugierde weckendem Prolog, verschlägt es den Leser mitten in ein Dorf im Nirgendwo und man lernt die Zwillinge Ayrin und Baren kennen und bekommt gleich einen Eindruck ihres bisher eher wenig erfreulichen Lebens.
Relativ schnell kommen dann auch die Runen ins Spiel und die faszinierten mich sofort. Sicherlich, Magie die auf gezeichnete Runen basiert ist jetzt auch keine neue Erfindung, aber trotzdem noch unverbraucht genug um beim Leser umgehend die Neugierde zu wecken. Ich war gespannt zu erfahren was es für Runen gibt und wie sie wirken. Auch das Geheimnis rund um die Drachen weckte sofort mein Interesse.

Insgesamt gibt es in Torsten Finks Weltenentwurf viele Ideen und Ansätze die ungemein interessant waren. Von den Runenmeistern, über die Hexen bis zum Geheimnis um die Herkunft der Zwillinge. Die Geschichte hat viel Potenzial und bringt eigentlich alles mit, um zu einem mitreißendem Fantasy Epos zu werden.

  … das verschenkt wurde



Eigentlich. Doch jetzt kommt da aber, denn leider haben wir keinen Epos, sondern wie es aussieht einen Einzelband, zumindest ist das Buch als solches ausgewiesen. Als Reihenauftakt hätte das Buch von mir auf jeden Fall vier Dreiecke bekommen, doch als Einzelband ist es leider zu unausgereift.  Hintergrundinformationen über die Welt, die Geografie und Kultur bekommt man immer nur bruchstückhaft hier und da verstreut mitgeteilt (eine Karte wäre hilfreich gewesen) und ähnlich verhält es sich mit den Charakterhintergründen.

Auch die Geschichte selbst wirkt an vielen Stellen nicht ganz ausgereift. Sie wird in einem gemächlichen Tempo erzählt, das ist zwar zu keinem Zeitpunkt langweilig, täuscht jedoch nicht über die Tatsache hinweg, dass im Grunde gar nicht so viel passiert. Das wäre prinzipiell gar nicht schlimm, viele Bücher beweisen, dass es nicht immer die brachiale Heldengeschichte sein muss, doch in der zweiten Hälfte des Buches wird dann doch versucht eine Weltumspannende Bedrohung erst darzustellen und dann im selben Atemzug zu beseitigen.
Dadurch wirkt am Ende alles, naja schlicht eben. Als ob man in den Zoo geht um Tiger anzuschauen und im Gehege sind nur Hauskätzchen. Dass es sich hierbei um ein Jugendbuch handelt ist keine Ausrede, immerhin heißt für Jugendliche schreiben ja nicht, alles extrem zu vereinfachen.


Insgesamt ist das Buch zwar ganz unterhaltsam zu lesen und für Zwischendurch eignet es sich prima, es fehlt ihm aber an Tiefe und Komplexität. Als Reihenauftakt wäre es wirklich gut gelungen, als Einzelband jedoch ist es ganz nett, mehr aber auch nicht. Hätte ich halbe Punkte wären es aber noch 3,5 geworden.


https://www.thienemann-esslinger.de/thienemann/





1 Kommentar:

  1. Huhu,

    oh das klingt nach verschenktem Potenzial. Finde sowas immer schade. Hab das Buch bei mir auf der WuLi und werde wohl beim nächsten besuch in der Buchhandlung mal tiefer die Nase reinstecken :)

    Tintengrüße von der Ruby

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