14. Juli 2019

[Rezension] Bloody Mary - Nadine Roth

Weitere Infos zum Buch:
 
ISBN: 978-3-906829-34-0
Übersetzer/in: /
Ersterscheinung (D): 12.03.2017
Genre: Jugendbuch, Romantasy



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(Verlagstext)
»Mein Name ist Mary. Bloody Mary. Sie rufen mich, und ich töte sie. Doch dieses Mal nicht. Er hat mich gerufen. Und das hat alles verändert.«
Im Jahr 1990 wird die sechzehnjährige Mary Jane Wyler von einem Serienmörder auf grausame Art und Weise umgebracht und findet sich in der Totenwelt wieder. Gefangen hinter Spiegeln, wartet sie darauf, dass jemand nach ihr ruft, um Rache an den Lebenden zu nehmen.
Der siebzehnjährige Avian glaubt nicht an diesen Mythos. Um seinem besten Freund zu beweisen, dass alles reine Fiktion ist, ruft er den Rachegeist – und sieht sich plötzlich Bloody Mary gegenüber. Aber ist sie tatsächlich so blutrünstig, wie die Legende behauptet? Oder steckt hinter der Furcht einflößenden Gestalt nur ein einsames Mädchen, das sich nach Mitgefühl und Wärme sehnt?
Avian versucht, zu Mary Jane Wyler durchzudringen, doch er spielt dabei mit seinem Leben.

Auf dem Cover sehen wir Mary, so wie sie auch im Buch beschrieben wird mit flammend roten harren und schwarzen bez. blauen Augen, wo also schon hier auf dem Cover die Veränderung, die Mary durchmacht angedeutet wird. Im Großen und Ganzen gefällt mir das Cover sehr gut, es sieht zwar mehr melancholisch, als gruselig aus, aber das passt ja auch zum Buch. Einzig, das Cover wirkt auf mich „auf alt“ gemacht, deswegen war ich davon ausgegangen, dass Mary schon viel früher gestorben ist und war dann auf den ersten Seiten etwas irritiert (Die Jahreszahl auf den Klapptext, habe ich überlesen xD)



Ich liebe den Bloody Mary Mythos. Ich kann nicht sagen was genau, aber irgendwas fasziniert mich daran ungemein. Aus diesem Grund sind mir Bücher, die dies thematisieren stets willkommen und nachdem ich euch mir Sag nie ihren Namen schon ein ganz gut Gelungenes vorgestellt hatte, möchte ich euch heute ein Buch zeigen, dass den Mythos auf ein ganz andere Art und Weise interpretiert.

This is not a love story

Düsteres Cover, Bloody Mary als Thema, auf den ersten Blick könnte man dieses Buch für einen Jugendhorrorroman halten, wer jedoch auf Gruselspaß hofft, wird wohl eher auf eine Enttäuschung stoßen. Zugegeben, ich selbst hatte auch eher einer Mischung aus Grusel und Romantik erwartet, war aber von dem, was ich stadtessen bekommen habe nicht allzu enttäuscht. Ich sag es gleich wie es ist. Dieses Buch ist null gruselig. Selbst die erste Szene mit Mary als Rachegeist, fand ich zwar spannend, aber in keinster Weise gruselig. Dieses Buch ist also auch für jene geeignet, die etwas  sensibler sind, denn der Fokus liegt wirklich komplett auf der Liebesgeschichte.

Roadtrip mit einem Geist
Ok, Horrorfans sollten also lieber einen Bogen um das Buch machen, doch wie sieht es mit Romantikfans aus? Diese können ruhig zu dem Buch greifen, denn ich persönlich finde, dass sich hier eine ganz süße Liebesgeschichte entfaltet. Auf der einen Seite hat man die ständige Spannung dadurch, dass Mary nun mal ein mordlüstener Rachegeist ist und dies auch nicht gleich abstreifen kann und hin und wieder in alte Muster verfällt, was natürlich angesichts der Bedrohung, die sie dadurch darstellt, der Sache einen gewissen Kick gibt.
Auf der anderen Seite haben wir haben wir Mary als Mensch, wie sie es vor ihren Tod war und sie so Stück für Stück kennen zu lernen, hat nicht nur Love Interest Avian, sondern auch mir sehr gut gefallen.

Im Kontrast dazu wirkt Avian ein wenig blass, er kann mit Mary als Protagonistin nicht so ganz mithalten. Allerdings hat es mir sehr gut gefallen, wie er in langsamen Schritten zu Mary durchdringt. Überhaupt, entwickelt sich die Anziehung zwischen den Beiden, nach dem ersten Wow Moment, der Mary überhaupt erst dazu bringt inne zu halten, in einem sehr angenehmen, vorsichtigen Tempo und durchlauft mehrere Stadien. Das ist umso beeindruckender, da es bei Skepsis und gelegentlichen Mordgedanken seitens Mary und Todesangst seitens Avian beginnt *lach


Leider hat es das Ende dann ein wenig verbockt, den das hat für mich nur wenig Sinn gemacht.
Spoiler:
Als erstes müsste Avian den Darwin Award für den dämlichsten Buchtod erhalten. Ich mein, er rennt in ein Haus, von dem er weiß, dass dort ein Serienmörder drinn ist, weil er einen Geist beschützen will? Hallo, Erde an Avian: Mary ist schon tot, da kann der Typ sie mit so viel Blei vollpumpen wie er will, das kratzt sie nicht. Aber nein, kaum hört er einen Schuss, rennt Avian ins Haus und wird promt selbst erschossen.

Die Idee mit der Widergeburt ist ja nicht schlecht und gibt ein niedliches Ende, sowie eine ganz gute Lösung für das Mensch/Geist Problem ab, aber Frau Roth, hätten sie Avian nicht würdevoller sterben lassen können, als durch seine eigene Dämlichkeit?




Für Gruselfans ist das Buch nichts, aber Romantikliebhaber können beherzt zugreifen, denn auch wenn das Buch keine Offenbarung ist und das Ende etwas weird, kann es mit einer süßen Liebesgeschichte, die im angenehmen Tempos sich entfaltet, punkten.




Kommentare:

  1. Hallo Sandra,

    eine tolle Rezension, die mich ein bisschen daran erinnert, wie neugierig ich war, als das Buch rausgekommen ist, weil diese Umsetzung des Mythos ziemlich interessant klingt. Zugegeben, ich war gerade auch ein wenig überrascht zu lesen, dass der Horrorfaktor nicht so groß sein soll, und ein bisschen haben mich deine Andeutungen an "Anna Dressed in Blood" erinnert (sehr gutes Buch ^^), trotzdem klingt die Geschichte irgendwie faszinierend.

    Liebe Grüße
    Dana

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    1. Hi =)
      irgendwie faszinieren beschreibt es auch ganz gut xD Nicht das, was man erwarten würde, aber eben doch nicht schlecht.

      LG Sandra

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