9. Juli 2019

[Rezension] Die Spiegelreisende: Die Verlobten des Winters - Christelle Dabos

Weitere Infos zum Buch:
 
ISBN: 978-3-458-17792-0
Übersetzer/in: Amelie Thoma
Ersterscheinung (D): 10.03.2019
Genre: Jugendbuch, Fantasy



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(Verlagstext)
Am liebsten versteckt sie sich hinter ihrer dicken Brille und einem Schal, der ihr bis zu den Füßen reicht. Dabei ist Ophelia eine ganz besondere junge Frau: Sie kann Gegenstände lesen und durch Spiegel reisen. Auf der Arche Anima lebt sie inmitten ihrer riesigen Familie und kümmert sich hingebungsvoll um das Erbe der Ahnen. Bis ihr eines Tages Unheilvolles verkündet wird: Ophelia soll auf die eisige Arche des Pols ziehen und einen Adligen namens Thorn heiraten. Was hat es mit der Verlobung auf sich? Wer ist der Mann, dem sie von nun an folgen soll? Und warum wurde ausgerechnet sie, das zurückhaltende Mädchen mit der leisen Stimme, auserkoren? Ophelia ahnt nicht, welche tödlichen Intrigen sie auf ihrer Reise erwarten, und macht sich auf den Weg in ihr neues, blitzgefährliches Zuhause.

Glücklicherweise wurde in der deutschen Ausgabe (wie in eigentlich jeder anderen Übersetzung des Buches auch) das Originalcover behalten. Wir sehen die schwebende Stadt des Pols, was mich etwas an Das wandernde Schloss erinnert und daher sofort in den Bann zog. Das Cover verrät auf den ersten Blick: Dieses Buch wird magisch und einzigartig! Ich liebe es.

Hochtrabend sind die Lobesworte auf der ganzen Welt für diesen französischen Reihenauftakt. Sogar der Vergleich mit Harry Potter als magisches All-Age Buch wird herangezogen. Die internationale Presse ist begeistert. Bei solch hochtönendem Lob von allen Seiten, werde ich persönlich ja schon wieder skeptisch *lach, doch anhand meiner Bewertung könnt ihr ja schon sehen, dass ich mich diesmal dem Hype mit wehenden Flaggen angeschlossen habe.

Einzigartig
Ich gebe zu, ich habe etwa 50 Seiten gebraucht um in das Buch hinein zu kommen. Der Schreib- wie auch der Erzählstil sind durchaus als eigenwillig zu bezeichnen, mit zunächst wenigen Dialogen, einer interessanten Wortwahl und einem ganz eigenen Tempo. Als ich dann aber erstmal abgetaucht war, konnte ich mir keinen anderen Stil für dieses Buch mehr vorstellen. Es musste genauso geschrieben sein und nicht anders. An dieser Stelle möchte ich auch die Übersetzerin loben. Zwar kann ich kein Französisch und weiß daher nicht genau wie das Buch im Original wirkt, aber ich hatte dennoch das Gefühl, dass von der Magie in der Übersetzung nichts verloren ging.

Noch ungewöhnlicher als der Stil ist jedoch die Welt die Christelle Dabos erschaffen hat. Eine Welt, die in im Himmel herumfliegende Stücke zerbrochen ist, Gegenstände die bei langer Nutzung lebendig werden, eine schwebende Stadt, Türen die überall und nirgends hinführen und mittendrin ein Mädchen, dass durch Spiegel gehen kann. Die Welt der Spiegelreisende ist voller Magie und sprüht für Kreativität. Man kann sich nie sicher sein, was einen erwartet und das macht einen großen Teil des Charme des Buches aus.

Schrullig
Doch das Ganze wäre nur die halbe Miete, wenn nicht auch die Charaktere so wunderbar skurril wären. Ophelia ist auf den ersten Blick eine graue Maus mit dicker Brille (ENDLICH mal eine Brillenträgerin als Heldin, yeah) altmodischer Kleidung, einem eigensinnigen Schal (ist es Seltsam, dass ein Schal zu meinen Lieblingscharakteren gehört und kann man einen Schal überhaupt als Charakter bezeichnen? *lach), die lieber schweigend beobachtet und sich am wohlsten in ihrem Museum fühlt. Doch Stille Wasser sind tief und Ophelia beweist im Verlauf der Handlung Gewitztheit, ein gutes Herz und einen starken Willen. Sie ist durch die Spiegel, direkt in mein Herz gereist.

Doch auch die anderen Charaktere sind herrlich einzigartig, ja eigentlich schon schrullig auf eine symphytische Art und Weise. Nicht bei allen weiß man ob sie Freund oder Feind sind und manche, die ich als freundlich empfand, entpuppten sich überraschend als hinterhältig. Wie auch schon bei der Welt, weiß man nie so genau wer welches Spiel treibt, die Autorin konnte mich mehrmals überraschen und dadurch ist immer Spannung da und das selbst da, wo die Handlung ein ruhigeres Tempo anschlägt.


Noch etwas am Rande:

Zum Schluss möchte ich euch noch etwas zeigen, was ich einfach sooo toll finde und euch deswegen nicht vorenthalten möchte: Die Spiegelreisende Saga hat nämlich bereits eine riesige Fangemeinde und die ist fleißig dabei Fanart zu produzieren und viele viele sind so verdammt gut ♥

Am besten sucht ihr nach dem Originaltitel und dann Fanart. Der Verlag selbst zeigt HIER auch einige Kunstwerke

Dieses stammt von Christelle Abgrall und zeigt alle relevanten Figuren des ersten Bandes



Einzigartig, magisch, skurril, herzlich, wunderbar. All diese Wörter beschreiben Die Verlobten des Winters. Das Buch überzeugt mit einem Feuerwerk der Kreativität, individuellen Charakteren und eine ganz eigene Magie, der man sich nicht entziehen kann. Leseempfehlung an alle!

Bella's Wonderworld: 5/5
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Kommentare:

  1. Hallo Sandra,
    deine Rezension hat bei mir die Lust auf mehr geweckt. Das Buch wandert definitiv auf meine Leseliste. Ich steh ja sowieso auf Fantasy und je fremdartiger die Welten desto besser.
    Danke und LG Christin

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    1. Huhu =)
      Na dann glaube ich, dass Das Buch auch etwas für dich ist =)

      LG Sandra

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  2. Huhu ^^,

    meine Kollegin schwärmt mir gerade die Ohren ab wie genial dieses Buch sein muss. Ich glaube jetzt muss ich mir das ganze doch mal ausleihen :D Es klingt echt toll. Und Band 2 steht ja auch in den Startlöchern. ^^ Ich brauche mehr Zeit zum lesen.

    Tintengrüße von der Ruby

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    1. Hi,
      na beim Ausleihen ist man ja eh immer auf der sicheren Seite. Wenns doch nicht gefällt, gibt man es eben zurück. Ich hoffe aber, dass es dir auch gefallen wird -^.^-

      LG Sandra

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  3. Hallöchen,
    wie schön, dass dich der Reihenauftakt auch überzeugen konnte. Und wie schön deine Rezension ist ♥
    Ich bin selbst total überrascht, dass ich bei einem Hype mal dabei bin, das ist mir seit Twilight nicht mehr passiert :D Aber die Reihe ist toll. Sehr eigenwillig und man braucht ein bisschen, um reinzufinden, aber es ist so toll!

    Danke fürs Verlinken!
    Liebste Grüße, Kate

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    1. Du bist auf meinem Blog O.O Das freut mich gerade riesig, denn ich liebe deinen, er ist einer meiner Inspiration/Vorbild Blogs.
      Das mit dem einfinden stimmt, aber gerade diese Eigenwilligkeit hebt es ja von anderen ab und macht es so unwiderstehlich. Es erinnert mich vom Stil her stark an eine meiner Lieblingsautoren: Diana Wynne Jones, die Sophie im Schloss des Zauberer geschrieben hat, welches die Buchvorlage zu Das wandelnde Schloss (Der Ghibli Film) ist.

      LG Sandra

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    2. Oh, wow! Ehrlich, das freut mich gerade so sehr! Ich komme mir immer noch irgendwie so klein vor mit meinem Blog und habe oft das Gefühl, dass die Leute halt ab und zu mal vorbeischauen, aber dass ich ein Vorbild sein soll?! Ähm, das ist so krass! :D Also danke dafür! Ich folge dir jetzt, also wirst du mich hier öfter mal sehen :) (Wenn ich denn mal zum Blogs kommentieren komme ... die Tage sind viel zu kurz.)
      Diana Wynne Jones sagt mir gerade überhaupt nichts. Da muss ich mal gucken, wenn du sagst, dass geht vom Stil her in eine ähnliche Richtung.
      Liebste Grüße, Kate ♥

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  4. Hallo Sandra,

    herzlichen Glückwunsch, du hast mich direkt überzeugt! :D Ich war ja schon neugierig, als ich gesehen habe, dass das Buch im Original französisch ist, weil ich (ziemlich passiv) nach französischen Büchern suche, aber der Inhalt klingt so unheimlich faszinierend und außergewöhnlich und überhaupt hast du mich mit deiner Rezension überzeugt. xD
    Oh, und ich musste daran denken, wie ich damals bei "Nacht ohne Sterne" von Gesa Schwartz (auch ein tolles Buch übrigens) in meiner Rezension positiv hervorgehoben habe, dass die Protagonistin eine Brille trägt, was irgendwie traurig ist, denn warum tragen nicht mehr Protagonistinnen eine Brille?!

    Liebe Grüße
    Dana

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    1. Hi,
      freut mich, dass ich dich neugierig machen konnte =) Gesa Schwartz ist ja nicht so mein Fall, ich mag ihren Stil nicht besonders, aber stimmt schon, warum nicht mehr Brillenträger, warum keine Protas mit Zahnspange, Sommersprossen, Narben oder Übergewicht? Und zwar nicht so,dass es als Fokus im ganzen Buch ist ala das arme Mädchen mit Narbe, dass sich versteckt, sondern eben als etwas ganz normales. Ich hab schon seit längerem vor dazu einen längeren Beitrag zu schreiben, wenn ich nur die Zeit dazu finden würde v_v

      LG Sandra

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  5. Hey liebe Sandra,

    auch hier nochmal danke für´s Verlinken :)
    Das Buch ist einfach mega skurril, magisch, schön schrullig, etwas zum schmunzeln und zum Rätsel raten. ich habe den Auftakt geliebt und freu mich das der Folgeband schon im Regal steht.

    Liebste Grüße, Stella

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  6. Hallo Sandra,

    eine tolle Rezension! Ich habe das Buch gerade als Hörbuch beendet und kann mich dir in vielen Punkten nur anschließen. Ich mochte es, diese neue magische Welt zu entdecken und fand auch die Charaktere toll. Und wie lustig, dass du den Schal erwähnst - aber du hast Recht, er war so toll eigensinnig. Mir fehlte nur so ein bisschen der Spannungshöhepunkt und das Ende hätte ich mir ein bisschen abgeschlossener gewünscht. Ich werde die Reihe auf jeden Fall auch weiter verfolgen!

    Liebe Grüße, Steffi

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