[Rezension] Wayward von Blake Crouch

Goldmann || Orig. Wayward || 2/3 || 464 Seiten
Et.: 21.10.19 || Übersetzerin: Kerstin Fricke || 978-3-442-48974-9
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(Verlagstext, Achtung Band 2: Spoiler!) 
Umgeben von einem Elektrozaun und 24 Stunden am Tag im Blick eines Scharfschützen: So idyllisch die Kleinstadt Wayward Pines nach außen hin sein mag, für ihre 461 Bewohner ist sie ein Gefängnis. Alle sind sie nach einem schweren Unfall hier aufgewacht, und alle führen sie ein streng reguliertes, ständig überwachtes Leben. Sheriff Ethan Burke ist einer der wenigen, der weiß, was Wayward Pines wirklich ist – und welch unfassbare Wahrheit sich auf der anderen Seite des Zauns verbirgt. Als Ethan nicht mehr schweigen will, kommt es zur Katastrophe ...

 
Wieder geht der Sieg eindeutig an das deutsche Cover. Ich liebe einfach die faszinierende Wirkung davon, obwohl es ja einfach nur auf den Kopf gestellt wurde. Trotzdem hat es eine einnehmende Sogkraft und die Farben passen auch zur Stimmung des Buches. Das Original gefällt mir hingegen gar nicht. Noch deutlicher "dies ist eine Kleinstadt, in der etwas nicht stimmt" kann man ja kaum schreien. Ein subtileres Bildmotiv hätte ich da besser gefunden.


(Achtung: Dies ist eine Rezension zu einer Reihenfortsetzung. Ich versuche Spoiler zu Vorgängerbände zu vermeiden, kann aber nicht garantieren, dass es mir immer vollständig gelingt.)  

Der erste Band der Wayward Pines Reihe, hatte mich ja regelrecht sprachlos gemacht. Einen so gelungenen und vor allem unerwarteten Plottwist habe ich selten gelesen, klar, dass ich da die Reihe natürlich weiter verfolgen wollte.


Alltag in Wayward Pines?
Das Buch setzt kurze Zeit nach den Ereignissen aus Band eins an. Ethan Burke ist nun ein Eingeweihter, muss sich jedoch erst an seine neue Rolle in Wayward Pines gewöhnen. Aus diesem Grund erleben wir als Leser im ersten Drittel des Buches, vor allem Ethans neuen Alltag, der aber durch einen Mord schon gleich auf die Probe gestellt wird und deswegen glücklicherweise nicht zu banal wird. Auch den innere Konflikt von Ethan, seine Zerrissenheit zwischen Verantwortung und Wahrheit, fand ich gut gelungen.

In der zweiten Hälfte des Buches ist dann eine konstante Steigerung des Konfliktes spürbar. Zugegeben, der größte Teil ist doch vorhersehbar, nichtsdestotrotz war es amüsant zu lesen. Für den Folgeband eröffnet der Autor zudem noch weitere vielversprechende Handlungsstränge und damit meine ich nicht nur den Cliffhanger am Ende, sondern auch einen ominösen neuen Charaktere, der ich Wayward Pines näht. Es ist also absehbar, dass der dritte Band richtig actiongeladen wird.

Leider muss ich trotz des Lobes sagen, dass mich das Buch nicht ganz so in den Bann gezogen hat, wie sein Vorgänger. Das liegt wohl am meisten daran, dass es kein wirkliches Geheimnis mehr gibt, dessen Auflösung mich als Leser voranpeitscht. Die Katze ist halt aus dem Sack, was zu der bereits erwähnten Vorhersehbarkeit der weiteren Handlung führt.


Der zweite Band der Trilogie kommt ruhiger daher und leider auch vorhersehbarer, da das große Geheimnis ja nun schon gelüftet ist. Dennoch ist Wayward ein kurzweiliges Buch, dass zudem interessante Weichen für das Finale legt.



 
Magische Momente     


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